Filmplakat In der Reihe "Der politische Film" zeigen wir die Doku "Brand - Vom Eigentum an Land und Wäldern"" von Susanne Fasbender und dem Hambacher Forst Filmkollektiv.

Eine Reise im Rheinischen Braunkohlenrevier und eine Denkreise zum Kern der ökologischen Krise. Erster Teil der Trilogie über Fossiles Wirtschaften, Braunkohle, Klimapolitik und den Widerstand im Rheinischen Revier.

Datum: Donnerstag, 14.2.19
Beginn: 20:00
Ort: Kinocafé Taufkirchen
UKB: € 5.-

Vor dem Film gibt es eine kurze Einführung ins Thema und danach die Möglichkeit einer Besprechung.

"Die Künstlerin Susanne Fasbender bereiste das Rheinische Braunkohlen-revier und schuf ein mehrteiliges umfassendes Filmwerk, in dem sie die Zusammenhänge zwischen Rohstoffabbau, Landnahme, Wirtschaftswachs-tum und Klimakrise auf beeindruckende Weise analytisch zu fassen weiss. Sie versteht es, ihren subjektiven, unter dem Eindruck der drohenden Klimaentwicklungen durchaus emotionalen Blick künstlerisch mit einer Filmsprache zu vereinen, die den Film grundlegend unaufgeregt durchzieht.
Dabei läßt sie den Bildern Zeit und Raum, so dass Land und Dörfer, die dem Braunkohlenabbau geopfert werden sollen, unter zahlreicher Beteiligung betroffener oder aktiv eingreifender Menschen zu den ZuschauerInnen in eine Nähe gebracht werden, die es möglich macht, die Dimensionen des Braunkohlenabbaus nachzuempfinden.
Der Zuschauer bekommt Gelegenheit, in die lokalen Gegebenheiten einzutauchen und dabei gleichzeitig den für industrielles Wachstum und ökologische Zerstörung exemplarischen Charakter nachzuvollziehen, da die Geschehnisse durchgehend von strukturell analytischen Interviews begleitet werden. Der Film lädt das Publikum geradezu dazu ein, sich aktiv an einem für die Zukunft von Mensch und Natur unerläßlichen zivilgesellschaftlichen Diskurs zu beteiligen.
In dem mehrteiligen Werk arbeitet sie den globalen Nord-Süd-Zusammenhang in der Umweltkrise heraus und fordert einen notwendigen gesellschaftlichen Diskurs über die kaum beachtete Frage nach der Finan-zialisierung der Natur in Form des Emissionshandels ein, die das Erreichen ehrgeiziger Wachstumsziele mit der Reduktion klimaschädlicher Gase vereinbar machen soll. Gleichzeitig erzählt sie die Geschichte des inzwischen weltweit bekannten Hambacher Forst Widerstandes. In Interviews mit jungen Aktivistinnen und Aktivisten, die für eine lebenswerte Zukunft kämpfen, nimmt eine handlungsorientierte Perspektive unter Beteiligung utopisch-postfossiler Lebensversuche Gestalt an.
Susanne Fasbenders Trilogie BRAND ist ein wertvoller, umfassender Beitrag zur Umweltkrise. Soziale und ökologische Probleme produktiv zu verarbeiten und ihrem Verständnis durch systematische Strukturierung gerecht zu werden, um Wissensgrundlagen für mehr demokratische Partizipation zu vermitteln, dabei aber nicht auf ihre künstlerische Herkunft zu verzichten, bedarf einer Muße und einer Zeit, die sich die Autorin und Regisseurin dieses Filmwerks genommen hat."

Prof. Dr. Sabine Rollberg
Ehemalige Chefredakteurin von ARTE

https://www.brandfilme.org/

 

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