WER meint das? 
 
Wir - Bisher ein Zusammenhang von Personen

WIR verstehen uns als eine offene Gruppe.

Die ersten Treffen dienten dazu, sich kennenzulernen, zu diskutieren und um auszuloten, wer wir überhaupt sind.
Wir haben inhaltliche Gemeinsamkeiten entdeckt.
Alle wollen die vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen verstehen, hinterfragen und verändern.
Wir wollen alle anders leben!
Wie das aussehen könnte, darüber wollen wir uns austauschen - auch mit dir.

Aber warum sind wir  mit den Verhältnissen, so wie wir sie vorfinden und erleben, nicht einverstanden?
Dazu im Folgenden ein paar Überlegungen. Nicht alles kann angesprochen werden.  Einiges würden manche von uns vielleicht anders formulieren. Das ist nicht der Punkt. Mit wenigen Sätzen können nicht alle Probleme erfasst werden.


Die Realität zu Beginn des 21. Jahrhunderts...

Kriege, Finanz-und Wirtschaftskrisen, Hunger, Armut, Klimakatastrophen schaukeln sich immer mehr auf, durchdringen sich gegenseitig und zerstören immer mehr die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten. Eine sichtbare Folge ist die größte Flüchtlingsbewegung seit dem 2. Weltkrieg: über 60 Millionen Menschen mit steigender Tendenz. Der Prozess der Globalisierung schreitet voran, angetrieben von der Entwicklung globaler Wertschöpfungsketten und globaler Märkte. Um diesen Prozess abzusichern und den weltweiten Zugriff auf alle Ressourcen zu sichern, werden imperiale Kriege geführt, die ungeheure Summen verschlingen. So haben die USA für den Afghanistan-Krieg 700 Milliarden Dollar ausgegeben, für den Irak-Krieg 815 Milliarden Dollar -, aber für acht Millionen Menschen, darunter drei Millionen Kinder, die  jedes Jahr elendig verhungern, soll nicht genügend Geld da sein.

"...eine kannibalische Ordnung"

"Es ist inzwischen schlicht unerträglich geworden, dass auf der einen Seite etwa 500 Familien die Hälfte des Vermögens auf unserem Planeten besitzen, und auf der anderen Seite die Hälfte der Weltbevölkerung von weniger als zwei US-Dollar am Tag leben muss, alle zehn Sekunden ein Kind an Hunger stirbt und die Lebenswelt, in der der überwiegende Teil der Menschheit lebt, zutreffend als "kannibalische Ordnung" klassifiziert werden muss, wie das der Soziologe Jean Ziegler unlängst tat."

Prof. Werner Ruf


Europa rückt nach rechts

Die soziale Ausgrenzung von vielen Millionen, ja Milliarden Menschen weltweit ist der Nährboden für das Aufkommen nationalistischer und rassistischer Parteien. Auch in Europa ist der Aufstieg faschistischer und faschistoider Parteien nur vor dem Hintergrund der Ausbreitung unsicherer Arbeits- und Lebensverhältnisse und der Entfesselung von Konkurrenz im Alltag zu verstehen. Er betrifft ganz unmittelbar auch uns. Das Thema Flüchtlinge stand und steht für die zunehmenden sozialen Probleme in Deutschland, für eine Politik, die Dauerthemen wie Armut, Leiharbeit, Hartz IV und Arbeitslosigkeit vernachlässigt. Die „Ausländer-Raus“-Krawalle, die Brandanschläge auf Wohnheime und Asylunterkünfte, die Dresdener Pegida   Demonstrationen sind extreme Ausformungen einer Stimmung, an die nicht nur die AfD anzuknüpfen versucht. Die AfD greift Erfahrungen von Abstiegsangst, Dauerstress und Erniedrigung in einer immer tiefer gespaltenen und unsicheren Gesellschaft mit rechten Parolen auf und wendet den Protest gegen Flüchtlinge, Muslime, Erwerbslose. Dabei steht die AfD für Sozialabbau, für Privatisierung, für Ungleichheit und ist somit Teil des neoliberalen Parteienkartells.


Verarmung

Ein nicht unerheblicher Teil der Beschäftigten kommt auch hierzulande mit dem Lohn kaum über die Runden.  Millionen stecken in unsicheren, in der Regel befristeten Arbeitsverhältnissen, in Leiharbeit, Werkverträgen oder Minijobs. Die Kernbelegschaften werden immer kleiner, prekäre Beschäftigung und Lohndrückerei nehmen zu. Die Hälfte der heute Beschäftigten kann ab 2030 allenfalls noch mit Armutsrenten rechnen. Es mangelt an bezahlbarem Wohnraum, vor allem gibt es zu wenige Sozialwohnungen.


Militarisierung

Von deutschem Boden geht  Krieg aus. Es begann mit dem Angriff auf Jugoslawien 1999. Inzwischen sind deutsche Soldaten weltweit im Einsatz. Im Rahmen der NATO rücken deutsche Truppen -75 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion -wieder bis an die russische Grenze vor. Über den deutschen US-Militärstützpunkt Ramstein wird u.a. der Einsatz von Killerdrohnen gelenkt.
Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur der Welt ist. Bei Panzerlieferungen nimmt Deutschland sogar den 2. Platz ein, bei U-Booten den 1. Platz. Besonders skandalös ist auch der Export von Kleinwaffen, durch die weltweit die meisten Menschen, vor allem auch bei nicht staatlich geführten Konflikten (Bürgerkriegen), ums Leben kommen.


Umweltzerstörung

Die soziale und ökologische Frage gehören untrennbar zusammen. Kurzfristiges Profitkalkül und ökologische Nachhaltigkeit schließen sich aus.  Spekulation mit Nahrungsmitteln und Agrarflächen verschärft Hunger und Unterernährung. Die industrielle Massenproduktion von Tieren  und die Überfischung der Weltmeere bedürfen bedürfen der Korrektur, bevor die Schäden nicht mehr zu beheben sind. Freihandelsverträge wie TTIP und CETA lassen auch unter ökologischen Gesichtspunkten schlimmes befürchten.


Was wollen wir erreichen?

Wir wollen eine Gesellschaft im Einklang mit der Natur, eine Gesellschaft, die auf Freiheit und Gleichheit gründet. Eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Voraussetzung dafür ist Abrüstung und Frieden weltweit.
Beim heutigen Stand der Produktivkräfte können wir genügend produzieren, um der gesamten Menschheit ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
Es gilt den Prozess der Umverteilung von Unten nach Oben umzukehren: Wir wollen eine Rückverteilung  des gesellschaftlich erarbeiteten Reichtums von Oben nach Unten.
Natürlich wollen wir noch viel mehr erreichen. Aber darüber müssen wir uns zuerst austauschen und vor allem darüber, wie wir das erreichen.

Lassen wir uns, abhängig Beschäftigte, Erwerbslose und Flüchtlinge, nicht gegeneinander ausspielen.

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